Für die gebürtige Kärntnerin Ingrid J. Kurnig ging das, was man unter Traumberuf versteht, gleich doppelt in Erfüllung: Nicht nur, dass sie in Graz ihr Studium der technischen Chemie mit Auszeichnung abschloss, studierte sie anschließend im Rahmen einer Salzburger Sommerakademie Malerei bei Giselbert Hoke, gefolgt von einem 4-jährigen USA-Aufenthalt als Fulbrightstipendiatin. Dort begann sie in führenden Wissenschaftszeitschriften über theoretische Chemie zu publizieren während sie gleichzeitig an der Kunstakademie studierte.
Während es ihr gelang, für ihre Bilder erste Auszeichnungen zu bekommen und in Wien ein eigenes Atelier einzurichten, schwenkte sie auf technischem Gebiet ganz in Richtung Telekommunikation um. Dies wurde beflügelt durch einen IT-Entwicklungsjob in einem Wiener Forschungszentrum, den sie durch ihre Erfahrung mit Software im Rahmen theoretischer Chemiemodelle bekommen hatte.
Es folgten Jobs als Gruppenleiterin, Projektleiterin und Bereichsleiterin bei Firmen in der Telekommunikationsbranche. Parallel dazu verfolgte Ingrid Kurnig ihre künstlerische Laufbahn durch zahlreiche Ausstellungen von Ölbildern und Druckgrafiken in Galerien und Museen in Wien, Niederösterreich, Florenz (Biennale) und Amsterdam.
Im Jahr 2003 wagte sie als zertifizierte IT-Projektmanagerin für Kunden im telekom-nahen Bereich den Schritt in die Selbstständigkeit und hat ihn in Hinblick auf ihr Bestreben, Kunst und Technik annähernd gleichwertig ausüben zu können, nicht bereut. "Die beiden Schaffensbereiche befruchten sich gegenseitig" ist sie überzeugt. Beide Gehirnhälften würden trainiert und verbunden, und sie könne dadurch effektiv aus dem Vollen schöpfen.